Puimoission im Herbst

Von Mitte bis Ende September war ich nochmal mit dem Duo Discus in Südfrankreich. Fast jeden Tag konnten wir fliegen und auch noch größere Strecken bis 600km waren kein Problem. Besonders schön war ein Wellenflug, bei dem man besondere Wolkenformationen bewundern konnte. Nur an einem schwachen Blauthermiktag war das Zurückkommen nicht ganz einfach. An der Assetalkante waren wir unter Flugplatznievau und mussten uns langsam zum Platz kämpfen. Neben den 10 Flugtagen, konnten wir auch noch in der Gauche der Verdon wandern und auch die Serres hochlaufen.

Über den Ecrins
Über den Ecrins

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Letzter Bundesligaflug

Das letzte Wochenende konnte ich endlich wieder fliegen, sodass ich den Sonntag mit meiner Hornet nutze um unseren 2. Platz in der Bundesliga abzusichern.

Anfangs ging es nur schwach und schon kurz nach dem Start fing es an zu regnen. Da ich irgendwie eine Wertung erfliegen wollte, glitt ich tief nach Norden raus. Anfangs ging es noch schwach, doch die 30km/h Südwestwind trieben mich dennoch vorran. Ab Stüde gab es dann eine schöne Wolkenstraße, sodass ich bis nach Gorleben an die Elbe ohne Kreis fliege konnte. Doch ein großer Schauer stand schon westlich von mir und drohte den Rückweg komplett abzuschneiden. Auf dem Regenradar konnte ich beobachten wie der Schauer immer größer wurde und schon bald war ich an dessen Vorderseite angekommen. Doch es waren noch 50km nach Hause. Ich musste kleineren vorgelagerten Regengebieten ausweichen und konnte bei Klötze noch einmal an die Basis steigen. Ich glitt nach Süden. Jedoch waren die nächsten Wolken weit auserhalb meines Gleitbereiches. Meine einzige Chance bestand darin direkt in den Schauer zu fliegen um an der Vorderseite nach oben zu steigen.  Ich kam in etwa 500m an und anfangs musste ich ziemlich kämpfen um überhaupt oben zu bleiben. Langsam gewann ich an Höhe und konnte mich an aufsteigenden Wolkenfetzten nach Süden hangeln. So kam ich dann bis Helmstedt, wo ich noch einmal vor der Schauerlinie an die Basis kam. Doch wieder gab es nur eine Option und die war ein langes Gleitstück gegen den Wind auf den Elm. Dort stand die einzig erreichbare Wolke. Mit bestem Gleiten flog ich dorthin um dann tief über den Elm zu gleiten. Aus 300m fand ich wieder Anschluss und es ging wieder aufwärts. Danach hatte es wieder gut aufgebaut und ich konnte nochmal nach Südwesten fliegen, wo ich dann mit 50km auf Braunschweig wendete. Da jetzt schon die nächste Schauerlinie im Kommen war landete ich dann direkt in Braunschweig.

So viel Regen hatte ich noch nicht in einem Flug und es war an mehreren Stellen sehr spannend. Umso mehr freute ich mich wieder in Braunschweig angekommen zu sein. In der Bundesliga konnten wir uns so den 2. Platz sichern.

07.07.2016 Einmal nach Polen und zurück

Das angekündigte gute Wetter konnte ich mir nicht entgehen lassen und wieder baute ich mit Matteo den DuoDiscus am Vorabend auf. Um 10:30 startete ich im Flugzeugschlepp und es ging bereits ganz gut. Also zu spät gestartet. Mit Rückenwind ging es nördlich Haldensleben vorbei und es wurde immer besser. Südlich Berlin lief es dann nicht mehr ganz so gut, aber nachdem wir am Rand der riesigen Tagebauflächen bei Cottbus wieder hochkamen und wir über die polnische Grenze flogen, ging es wieder mit guten Steigwerten weiter.  Nach 50 weiteren Kilometern waren wir über Zielona Góra, 340km entfernt von unserem Startpunkt Braunschweig. Angemeldet hatte ich ein Dreieck um Berlin, und so ging es erstmal nach Nordosten. Doch nördlich Eisenhüttenstadt wurde es immer schattiger, da die Wolken breit liefen. Dagegen sah es Richtung Fläming aber Hammermäßig aus.

Wolkenstraße
Wolkenstraße

Wir brachen das Dreieck ab und wollten jetzt im Jojo auf dem Fläming fliegen. Nachdem wir Anschluss bekamen, konnten wir gute Aufreihungen nutzen und wenn wir kreisen mussten mit dies mit sehr gutem Steigen tun.  Doch schon ab Lüsse zeichnete sich der Warmluft Einfluss ab und das Steigen wurde schwächer und die Wolken kleiner. Ich entschloss mich weiter nach Westen zu fliegen um noch nach Hause zu kommen und ab Magdeburg wurde es dann schon ziemlich schwach.

Warmlufteinfluss

Dazu kam noch eine herannahende Abschirmung von Westen und wir bekamen an der letzten Wolke vor Wolfsburg unsere Endanflughöhe. Wir hatten den Tag also gut ausgenutzt und landeten mit 700km wieder in Braunschweig.

So weit weg war ich noch nie zuvor von meinem Startplatz und ohne den Warmluft Einfluss wären auch aus Braunschweig 1000km vermutlich möglich gewesen. Die Option auf dem Fläming zu landen um dieses Ziel zu erreichen wollte ich ohne Rückholer aber nicht nutzen.

Nachdem wir alles eingepackt hatten, ging es dann noch mit dem Auto nördlich Helmstedt, wo Caruso mit dem Discus 2 außengelandet war. Das Flugzeug lag mitten in einem hohen Maisfeld, sodass wir alle Teile einzeln raustragen mussten. Doch nach dem anstrengenden Teil wurde das mit einem Essen in Helmstedt belohnt.

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03.07.2016 Schauerwetter

Anflug auf die Konvergenz IMG_20160703_135629 IMG_20160703_133355Das Wetter war endlich wieder ganz gut angekündigt, allerdings mit der Tendenz zu Schauern und Abschirmungen. In der Hoffnung das der Tag mit Wolkenstraßen uns eine sehr große Strecke ermöglicht, baute ich noch am Vorabend zusammen mit Micha die Asw 28 und den Discus 2 für mich auf und stellten beide Flugzeuge flugfertig in die Halle. Am nächsten Morgen konnten wir dann dadurch viel Zeit einsparen und nach dem ich 100l Wasser getankt hatte auch fast direkt starten. Kurz nach 10 Uhr ist für Braunschweig schon sehr früh, zu früh für das mit Wasser gefüllte Flugzeug. Einige Minuten später landeten Micha und ich wieder um es gleich nochmal zu probieren. Jetzt sahen die Wolken auch besser aus und es ging langsam nach oben. Anfangs habe ich mich etwas schwer getan, aber ab Wolfsburg ging es dann allmählich besser. Der Plan war auf den Fläming zu kommen und dann bis an die polnische Grenze zu fliegen. Doch als ich Magdeburg an mir vorbeigleiten ließ, hörte ich schon über Funk, dass bereits die ersten Schauer sich in der Heide gebildet hatten. Auch der Fläming sah überentwickelt aus. Kurz vor Lüsse (130km östlich Braunschweig), hatte ich auch einen Schauer neben mir, weshalb ich mich dann doch für eine Wende entschied. Doch ab Haldensleben sah es nicht mehr gut aus und ich wich nach Norden vor einen kleinen Schauer aus. Es ging dann über Stendal nach Klietz, wo ich dann wieder wendete und Richtung Braunschweig flog. Ich traf auf eine gut ausgebildete Konvergenz, die mit runterhängenden Wolken einen langen Teil ohne Kreis ermöglichte. Doch schon bei Gardelegen musste ich immer weiter nach Süden ausweichen, da nach Westen ein großes Gebiet ohne Thermik den Heimflug versperrte. Letztendlich musste ich über Helmstetd und dann südlich des Elms mich nach Westen gegen den Wind vorarbeiten und erst über dem Stahlwerk in Salzgitter war wieder gutes Steigen finden. Es ging noch etwas nach Westen, um dann zurück nach Helmstedt zu fliegen. Mittlerweile näherte sich aber auch eine neue Schauerlinie und ich flog noch durch etwas Regen zurück nach Braunschweig.

Durch den frühen Start war ich sogar auf dem 5. Platz in der Tageswertung Deutschlands und auch für die Bundesliga brachte der Flug immerhin 103km/h.

Hier der Flug