Südfrankreich im September

Nach dem ich meine letzte Prüfung absolviert hatte, konnte es wieder zusammen mit Caruso nach Puimoisson in Südfrankreich gehen. Diesmal konnten wir sogar unseren neuen Arcus T mitnehmen, der in den Bergen eine Menge Spaß macht. Für fast 3 Wochen können wir hier die Saison un ausklingen lassen.

Anreise: Los ging es Montag vormittags. Da wir diesmal nicht in einem durchfahren wollten, haben wir in der Schweiz auf einem Campingplatz übernachtet und sind dann am nächsten Morgen weiter gefahren. Nach einem Zwischenstopp auf dem Flugplatz in Serres, kamen wir dann Nachmittags in Pui an und bauten erstmal das Flugzeug auf. Danach ging es an die Zelte, was mit der hereinbrechenden Dunkelheit, aber genügend Lampen dann doch klappte.

 

06.09: Der erste Flug

Es war gut fliegbares Wetter angekündigt, doch die Basis war nicht besonders hoch. Wir flogen auf der Westseite der Durance nach Norden an Serres vorbei. Von dort ging es zurück nach Süden an den Lure, wo wir uns im Hangflug zum Mont Ventoux vorarbeiten wollten. Doch der Wind war etwas zu weit westlich ausgerichtet, sodass wir relativ schnell wieder drehen mussten und dann thermisch weiter bis an den Parcours flogen. Der ging dann ganz gut zurück nach Pui und wir flogen dann nochmal bis zum Morgon um dann kurz vor Sonnenuntergang wieder zu landen. Ein guter Eingewöhnungsflug mit 430km.

 

07.09. Hohe Basis

Diesmal waren im östlichen Teil der Seealpen Gewitter und Überentwicklungen angekündigt. Weiter im Westen war es allerdings blaus, sodass es irgendwo dazwischen ja ganz gut gehen musste. Wir flogen also zuerst nach Osten. Zwar waren wir dabei nicht besonders hoch unterwegs jedoch ging die Route sehr zuverlässig. Danach ging es Richtung Norden und es gab gute Steigwerte. Auf der Ostseite des Parcours ging es dann über den Col d´Allos in das Barcelonette Tal. Am Grand Vera war dann die Basis auch deutlich höher und wir schalteten den Sauerstoff ein. An der italienischen Grenze entlang ging es dann weiter nach Norden. Links von uns war es komplett blau und rechts unter uns waren die Wolken sehr tief auf der italienischen Seite. Genau an dieser Kante gab es vereizelt hohe Wolkenfetzen, die zwar unscheinbar aussahen, aber gute Steigwerte brachten. So kamen wir bis auf 4300m und das im September! Direkt neben den Wolkenwänden auf der italienischen Seite hochzusteigen, war dabei sehr beeindruckend. Mit der Arbeitshöhe ging es Problemlos ins Susatal, wo wir östlich von Bardoneccia wieder an einer Wolke vorbeisteigen konnten. Mit dieser Höhe trauten wir uns nun weiter nach Osten. Allerdings drehten wir am Lac de Mont Cenis um, da im Modane Tal die Wolken sehr tief hingen. Auf der Ostroute ging es dann wieder gut zurück und desto weiter man nach Südn kam, desto ausgeprägter wurde die Konvergenzlinie zwischen den beiden Luftmassen. Wir wendeten dann östlich von Pui und flogen nochmal nach Norden. Diesmal allerdigs nicht mehr ganz so weit, da es inzwischen auch schon später geworden war. Wir konnten dann über den Col d´Allos dann wieder an den Parcours springen und von Pui aus dann auch wieder hoch. Jedoch trug dieser nicht so gut und so ging es dann kurz vor Sonnenuntergang wieder zurück. Immerhin hatten wir über 630km zusammen bekommen.

 

08.09: über 740km im September

Der Wetterbericht war ähnlich wie zum Vortag, allerdings mit mehr Wolken im Westen und nicht ganzso hoher Basis. Da wir die Chance sahen eventuell über das Modane Tal hinaus zu kommen, flogen wir direkt nach Norden, hielten uns dabei aber östlich des Parcours. Dies ging auch sehr gut und wir kamen am Grand Vera im Barcelonette Tal auch gut hoch. Es ging dann aber mit nicht ganz so guten Steigwerten weiter über die Queyras. Über die Rote Wand ging es dann weiter nach Norden, wo wir uns dann zwar in das Modane Tal trauten, aber dann doch noch im Gleitbereich zum Pass umdrehten. Nach Südwesten war eine dünne Abschirmung aufgezogen die uns etwas verunsicherte. Es ging dann nochmal in den Gletscher der Ecrins um dann nach Westen am Pic de Bure vorbeizufliegen. Wir flogen bis südlich der Glandasse zu den letzen Wolken, An einer schönen Aufreihung ging es nun nach Süden über den Lure. Ab kurz vor Vinon gab es eine gut Entwickelte Konvergenz, die wir noch ein gutes Stück nach Süden bis an die Luftraumgrenze entlangfliegen konnte. Ohne zu Kreisen ging es wieder nach Norden in Richtung St. Auban, jedoch drehten wir vorher schon Richtung Blayeul. Von dort ging es gut weiter nach St. Crepin, wo der Prachaval sehr gut im Hangwind ging. Ein kleines Stück weiter nördlich wendeten wir um dann uns bei sehr guten Hangaufwinden zum Guillaume vorzuarbeiten. Auch dieser ging dann sehr gut und wir konnten anschließend den Parcours nach Pui entlangheizen. Dort drehten wir wieder nach Norden und kamen bis zum Morgon. Mit etwas Zeitdruck der immer tiefer stehenden Sonne ging es zurück, jedoch war innerhalb von 20min die Basis um etwa 300-400m gefallen und der Parcours stand nun in Wolken. Davon etwas überrascht ging es dann zwischen den Wolken direkt an die Coupe wo wir dann wieder entspannt nach Pui fliegen konnten. So kamen wir auf 747km, da leider unsere Optimierung auf 750km nicht ganz geklappt hatte. Aber dennoch ein sehr schöner und großer Flug. Thermisch sogar der größte den ich je gemacht habe.

 

09.09. Regen

Ein Ruhetag, an dem wir auch mal einkaufen konnten und von den täglichen Nudelgerichten auch abweichen konnten.

 

Deutsche Meisterschaften in Stendal – 18m Klasse

02.07.2017, Anreise:

Für die erste Woche ist Elias als Helfer mitgekommen und zusammen mit Heiko (und seinem Ventus „XM“) sollte es als Team auf die Deutsche Meisterschaft in Stendal gehen.  In 3 Klassen soll hier der Deutsche Meister ermittelt werden, und die besten qualifizieren sich für die Welt- und Europameisterschaft. Insgesamt sind 110 Flugzeuge am Start, 41 davon in der 18m-Klasse in der Ich auch mitfliege.

Aufgrund des schlechten Wetters fuhren wir erst am Sonntag nach Stendal. Es folgte dann auch die Wägung mit maximaler Abflugmasse und abends war das Zelt fertig aufgebaut, das Flugzeug in den Bezügen eingepackt und der Trainingstag am Montag konnte beginnen.

Endlich alles aufgebaut

 

03.07.2017, Trainingstag:

Als Aufgabe wurde eine Racing Task gestellt, auf der es darum ging möglichst schnell eine Strecke auf dem Fläming abzufliegen. Heiko und ich flogen aber nicht immer konsequent genug und verloren auf der Strecke immer wieder etwas Zeit. Unser Gefühl bestätigte sich in der Wertung und wir landeten im hinteren Mittelfeld. Aber da es nur ein Training war, begann die richtige Wertung erst am nächsten Tag.

 

Endanflug am Trainingstag

 

04.07.2017, 1. Wertungstag:

Heute war starker Westwind und Ausbreitungen im Norden angesagt. Aufgrund dessen wurde unsere Aufgabe (Racing-Task) noch im Grid (Startaufstellung) verkleinert. Es ging zuerst in die Heide. Mit einem Pulk zusammen ging es nur geradeaus unter einer Wolkenstrasse schnell nach Westen. Doch die Wende selbst lag ohne erkennbare Wolke in der Nähe von Sprakensehl. Der Pulk glitt tief zur Wende und wir versuchten von Süden an einigen Wolken heranzufliegen. Doch auch unsere Wolken zogen nicht, sodass wir dann gezwungen waren ein gutes Stück hinter die Wende zu fliegen. Somit waren wir 15 km mehr als von der Aufgabe verlangt geflogen, was dann auch wertvolle Zeit kostete. Dennoch konnten wir mit einem guten Aufwind und einer kleinen Aufreihung den Pulk wieder einholen. Mit nicht ganz so guten Aufwinden ging es weiter nach Neuruppin. Von dort ging es dann gut zurück nach Stendal. Jedoch brachte uns der Fehler an der ersten Wende nur zu einem 26. Platz mit 116km/h.

Landung nach dem 1. Wertungstag

05.07.2017, 2. Wertungstag

Nachdem das Wetter sich Zeit gelassen hatte, ging es erst spät in die Luft. Eine kleine 180km Racing Task nach Norden im Bereich der Elbe stand auf dem Plan. Mit einem sehr zeitigen Abflug ging es gut zur ersten Wende. Auf dem Weg zur zweiten Wende verloren wir mit unseren Umwegen etwas Zeit und es ging dann entspannt nach Stendal zurück. Da von Westen eine Abschirmung hereinzog, waren wir froh früh losgeflogen zu sein. Der Tag ging dann auch mit einem für uns zufriedenstellenden 15. Platz zu Ende. Das einzig ärgerliche war, dass wir ohne Wasser unterwegs waren und die Bedingungen aber deutlich besser als erwartet waren.

Wolkenstrasse
Unterwegs mit „XM“

 

06.07.2017, 3 Wertungstag:

Es gab wieder gutes Wetter und diesmal eine AAT südlich Berlin. Es wird keine feste Strecke vorgegeben, sondern eine Mindestwertungszeit. In dieser gilt es eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Taktisch hatten wir uns den Flugweg vorher gut überlegt und den auch durchgezogen. Wir wollte möglichst auf den sandigen Wäldern des Flämings bleiben, der gute Thermik verspricht. Doch das war an diesem Tag nicht ganz optimal da östlich Magdeburg auf dem eher schlechten Boden auch eine gute Aufreihung stand. Wir waren nördlicher auf den guten Wäldern unterwegs, die allerdings nicht so gut aufgereihte Wolken brachten. Dafür lief es danach super und wir konnten viel wieder gut machen, in dem wir am Rand des Berliner Luftraumes weit nach Osten flogen. Nur ein Umweg auf dem Endanflug kostete uns etwas Zeit. Mit Platz 16 und über 400km bei einem Schnitt von 111km/h waren wir dennoch zufrieden.

 

07.07.2017, 4. Wertungstag

Es gibt Tage, an denen läuft es einfach nicht so gut. Wir wollten ursprünglich unsere „guter Boden Taktik“ weiterverfolgen. Doch das Wetter war sehr inhomogen und eine Abschirmung machte den guten Boden schlecht. Ich hatte mich mit der Idee mehr in die Sonne zu fliegen in unserem Teamflug nicht durchgesetzt und verloren so anfangs schon viel Zeit. Als wir endlich in der Heide waren ging es trotz Sonne noch unzuverlässiger und wir quälten uns in Richtung Elbe nach Norden. Dort fanden wir endlich Anschluss und es ging schnell die Elbe entlang über Havelberg. Kurz dahinter wendeten wir und flogen zurück zum Platz. Es reichte damit auch nur zu Platz 36. Immerhin hatten wir bei der kleinen Aufgabe nicht allzu viele Punkte verloren.

Nur kleine Wolken

08.07.2017, 5. Wertungstag

Und es geht noch schlechter. Es ging wieder spät los und ein Regenband mit Abschirmung zog von Norwesten herein. Wir hatten abgesprochen wieder sehr früh loszufliegen um davon nicht abgeschnitten zu werden. Trotzdem hatte ich mich wieder nicht durchgesetzt und Heiko wollte noch auf Kurs vor dem Abflug die Wolken testen. Dadruch verloren wir dann 20 min und die Abschirmung stand schon vor der ersten Wende. Wir zündeten dann kurz davor dann unsere Motoren und flogen zurück nach Stendal. Als ich ankam, war der Regen schon über dem Flugplatz, die Sicht schlechter geworden und sehr viele Flugzeuge im Anflug. Über Funk wurde gemeldet, dass ein Flugzeug vor dem Platz im Wald liegt, was einen dann auch nachdenken lässt. Im Landeanflug konnte ich das Flugzeug dann sehen und aber auch jemanden von der Absturzstelle weggehen sehen. Dem Piloten ging es gut. Unsere Platzierung konnte mit der virtuellen Außenlandung nicht schlechter sein. Und da fast alle die Aufgabe geschafft hatten, haben wir auch sehr viele Punkte verloren.

20.04.2017- Das erste große Dreieck

Nach dem ich zu Anfang der Saison viel in unserem neuen Vereins-Arcus hinten saß um Einweisungsflüge zu machen, konnte ich bereits 2 Wochen zuvor damit schon über 500km fliegen. Doch jetzt kündigte sich der erste richtig gute Tag an, sodass ich mit dem Ventus ein angemeldetes Dreieck fliegen wollte. Nach dem der Wetterbericht gezeigt hatte, dass es wohl am besten sein wird nach Süden zu fliegen, schrieb ich ein Dreieck Stüde-Sauerland-Thüringer Wald auf. Mit knapp 670km das größte Dreieck was ich bis jetzt geflogen bin. Anfangs ging es einigermaßen gut los und Stüde war im Handumdrehen erreicht. Doch schon kurz vor Hildesheim wurde es blau und ich hatte Schwierigkeiten von dort wieder weiter zu kommen. Als ich das geschafft hatte, ging es dann im blauen mäßig weiter und nur selten war auch mal ein kleines Wölcken zu sehen. Am Horizont entdeckte ich dann mehr Wolken die Hoffnung machten die Strecke vielleicht doch zu schaffen. Nur im Blauen hätte ich dem keine Chance gegeben. Als ich endlich an den Wolken ankam, musste ich feststellen,  dass diese nur auf einem schmalen Streifen senkrecht zu meinem Kurs standen und es ins Sauerland rein kaum besser aussah als schon zuvor im Weserbergland.

Sauerland

Doch mit der Möglichkeit den Turbo ziehen zu können flog ich dann dennoch weiter um es einfach zu probieren. Ich wendete in Attendorn bei leicht mit Cirren zugezogenen, ansonst blauem Himmel. Da ich in der Blauthermik nicht so gut vorrangekommen war, hatte ich auch zeitlich einen deutlichen Rückstand in meiner Zeitplanung und so war ich nicht sehr zuversichtlich die Strecke zu schaffen.

Optik des Fluges

Doch auf Kurs gab es jetzt mehr Wolkenfetzen, die allerdings nicht besonders gut zogen und auch unzuverlässig waren. Erst als ich aus dem Sauerland rausglitt kam ein kurzer Abschnitt mit besseren Steigwerten, sodass auch mal 2,5m/s auf dem Integrator standen. Kurz vor dem Thüringerwald holte ich dann auch Rolf ein, der mit seiner ASW-20 das gleiche Dreieck wie ich, nur ohne den anfänglichen Abstecher nach Norden fliegen wollte. Auf dem Thüringer Wald waren dann auch mal richtige Wolken zu sehen, die dann auch ganz gut nutzbar waren.

Thüringer Wald

Nach der Wende in Suhl war klar, dass es auf dem Weg nach Norden keine Wolken mehr geben würde. Ich glitt bei Eisenach unter die letzten Fetzen, die nichts brachten und so befürchtete ich schon gleich 150km im Motorflug fliegen zu müssen. Doch auch im blauen fand ich schwaches Steigen mit dem ich mich langsam in Richtung Harz vorarbeiten konnte. Doch es war schon sehr spät und ich hoffte so meine Motorlaufzeit möglichst klein zu halten. Ich nahm alles Steigen mit und Rolf war inzwischen hinter mir schon außengelandet. Als ich endlich den Südrand des Harzes erreichte, konnte ich mit meiner verbleibenden Höhe nur einen Grat ausprobieren bevor ich den Motor gezogen hätte. Doch ich hatte Glück und es gab für ein paar Kreise nochmal schwaches Steigen. Ich sah leeseitig von mir nach Osten noch einen Fetzen und da dort auch Äcker in Reichweite waren, probierte ich es mit meiner letzten Möglichkeit über den Harz zu kommen. Mit schwachem und unstetigen Steigen dauerte es lange bis ich ganz oben war. Doch mit nun fast 2000m konnte ich zumindest den Harz überfliegen. Es war inzwischen auch schon fast 19 Uhr und die fast tote Luft beim Gleitflug über den Harz machte auch keine Hoffnung mehr. Doch mein Nettovario zeigte längere Zeit sehr schwaches Luftmassensteigen an, was meinen Flug deutlich streckte.

Vorbeiflug am Brocken

Mittlerweile fehlte mir dann doch nicht mehr so viel für den Endanflug, doch eigentlich wäre der Nordrand vom Harz die letzte Chance auf Thermik gewesen. Über Bad Harzburg gab es kurz nochmal 0,3m/s die aber auch gleich wieder weg waren. Ich wollte nun nur noch meine restliche Höhe abgleiten um dann den Motor zu ziehen. Doch ich steuerte unter der nun auch noch aufgezogenen Abschirmung ein paar kleine Seen an mit der Hoffnung da noch etwas Umkehrthermik zu finden und tatsächlich hatte ich dort nochmal schwaches Steigen. Ich konnte darin noch ein paar Meter gewinnen und mein Endanflugrechner zeigte 200m Ankunftshöhe an. Mit bestem gleiten flog ich nun Richtung Braunschweig, was wenn man Clubklase gewohnt ist ein sehr flacher Winkel ist. Doch ich konnte meine Gleitzahl über der erforderlichen halten. Es ging dann tief über die Stadt Braunschweig und ich konnte so dann doch noch mein Dreieck beenden.

Anflug über die Stadt

Ich landete gegen 19:40 Uhr, was über eineinhalb Stunden nach den meisten anderen Flügen aus Niedersachsen war. Am Boden wurde ich schon freudig empfangen, da meine Vereinskollegen bei Skylines meinen spannenden Rückweg mitverfolgt hatten. Nach diesem anstrengenden Flug war ich dann auch glücklich wieder in Braunschweig gelandet zu sein.

Gliding Highlights 2016

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr: Ich konnte über 300 Flugstunden sammeln und bin dabei drei mal Strecken über 700km geflogen. Auch in der DMSt konnte ich drei angemeldete Flüge um 600km herum abschließen. Damit bin ich Deutschlandweit auf Platz 6 (Platz 5 Junioren) gelandet. In der Deutschen Rangliste konnte ich mich auf Platz 59 vorarbeiten und in der ersten Bundesliga schaffte es mein Verein zum Deutschen Vizemeister. Zusammen mit den beiden Südfrankreichurlauben, war dies ein sehr erfolgreiches Jahr nach meiner Zeit als Sportsoldat.

Nächstes Jahr steht jetzt die Deutsche Meisterschaft in der 18m Klasse an, zu der ich mich im Mai beim Wettbewerb in Bayreuth qualifiziert hatte. Eine Juniorenquali werde ich leider nicht fliegen können, da alle Termine im Prüfungszeitraum meiner Uni stattfinden.

Danke an alle die mich unterstützen. Ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen.

Hangflug im November

Nachdem schon ein Ausflug nach Rinteln mit dem Ventus ins Wasser gefallen war, sah es dannn doch nochmal ganz gut aus und ich flog zusammen mit Dennis aus Wilsche den Vereins Arcus M. Am Abend zuvor haben wir schon alles vorbereitet um pünktlich zu Sonnenaufgang starten zu können. Mit Transponder und 60km/h Gegenwind ging es Mühsam von Wilsche zum Süntel. Bei Hildesheim konnten wir dabei schon eine schwache Welle nutzen um unseren Gleitflug zu strecken. Dennoch mussten wir dann noch einmal den Motor anmachen. Vom Süntel ging es flott das Wesergebirge im Hangflug nach Westen. Wir konnten dabei sogar bis weit hinter den Knick bei Lübbecke fliegen,  was ich soweit nur einmal zuvor machen konnte. Der Arcus maschiert da mit der Masse und den Wölbklappen auch extrem gut vorwärts. Es ging jetzt schell und tief zum Süntel und wieder zurück. Zwar verloren wir viel Zeit in der Welle an der Schaumburg, aber wir trauten uns nicht bei der großen Südkomponente an den Ith zu springen. Nachdem wir auf dem 6. Schenkel waren probierten wir es doch und in einem spannenden Gleitflug klappte es dann doch. Wir konnten sogar bis zum Hils den Hang komplett ausfliegen und versuchten  dann in die Welle einzusteigen. Bei der mittlerweile sehr hohen Labilität klappte dies aber leider nicht, sodass wir auf dem Rückweg nach Wilsche wieder den Motor brauchten. Es hat dennoch eine Menge Spaß gemacht mit dem Gerät den Hang zu schrubben.