Gliding Highlights 2016

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr: Ich konnte über 300 Flugstunden sammeln und bin dabei drei mal Strecken über 700km geflogen. Auch in der DMSt konnte ich drei angemeldete Flüge um 600km herum abschließen. Damit bin ich Deutschlandweit auf Platz 6 (Platz 5 Junioren) gelandet. In der Deutschen Rangliste konnte ich mich auf Platz 59 vorarbeiten und in der ersten Bundesliga schaffte es mein Verein zum Deutschen Vizemeister. Zusammen mit den beiden Südfrankreichurlauben, war dies ein sehr erfolgreiches Jahr nach meiner Zeit als Sportsoldat.

Nächstes Jahr steht jetzt die Deutsche Meisterschaft in der 18m Klasse an, zu der ich mich im Mai beim Wettbewerb in Bayreuth qualifiziert hatte. Eine Juniorenquali werde ich leider nicht fliegen können, da alle Termine im Prüfungszeitraum meiner Uni stattfinden.

Danke an alle die mich unterstützen. Ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen.

Hangflug im November

Nachdem schon ein Ausflug nach Rinteln mit dem Ventus ins Wasser gefallen war, sah es dannn doch nochmal ganz gut aus und ich flog zusammen mit Dennis aus Wilsche den Vereins Arcus M. Am Abend zuvor haben wir schon alles vorbereitet um pünktlich zu Sonnenaufgang starten zu können. Mit Transponder und 60km/h Gegenwind ging es Mühsam von Wilsche zum Süntel. Bei Hildesheim konnten wir dabei schon eine schwache Welle nutzen um unseren Gleitflug zu strecken. Dennoch mussten wir dann noch einmal den Motor anmachen. Vom Süntel ging es flott das Wesergebirge im Hangflug nach Westen. Wir konnten dabei sogar bis weit hinter den Knick bei Lübbecke fliegen,  was ich soweit nur einmal zuvor machen konnte. Der Arcus maschiert da mit der Masse und den Wölbklappen auch extrem gut vorwärts. Es ging jetzt schell und tief zum Süntel und wieder zurück. Zwar verloren wir viel Zeit in der Welle an der Schaumburg, aber wir trauten uns nicht bei der großen Südkomponente an den Ith zu springen. Nachdem wir auf dem 6. Schenkel waren probierten wir es doch und in einem spannenden Gleitflug klappte es dann doch. Wir konnten sogar bis zum Hils den Hang komplett ausfliegen und versuchten  dann in die Welle einzusteigen. Bei der mittlerweile sehr hohen Labilität klappte dies aber leider nicht, sodass wir auf dem Rückweg nach Wilsche wieder den Motor brauchten. Es hat dennoch eine Menge Spaß gemacht mit dem Gerät den Hang zu schrubben.

Nachtrag JS1

Bereits im August hatten wir in Braunschweig über ein Wochenende die Möglichkeit die JS1 Probe zu fliegen. Am Samstag konnte ich dabei 3 Platzrunden machen und war direkt beim ersten Flug mit 18m Spannweite von der Thermikfühligkeit begeistert. Dazu kam noch, dass sich das Flugzeug nach 10 Minuten so anfühlt als wenn man damit schon immer fliegen würde. Es war aufjedenfall nochmal eine Ecke besser als im Ventus 2cxT. In der sehr schwachen Thermik konnte ich so dennoch über 45 Minuten fliegen. Zum Abschluss wurde dann auch das Jet Triebwerk getestet, was sich sehr einfach bedienen lässt. Jedoch braucht es auch seine Zeit um hochzufahren, macht aber dafür auch kaum Widerstand. Woran ich mich besonders gewöhnen musste war dabei die Geschwindigkeit. Vom Ventus war ich es gewohnt mit etwa 95km/h zu steigen. Jetzt musste man um das Optimum zu erreichen etwa 140km/h fliegen. Die Höhe zu halten war mit 100km/h möglich, aber auch mit 220 km/h. Und das ist schon ein sehr cooles Gefühl.

18m im Landeanflug
18m im Landeanflug

Später konnte ich dann noch mit 21m Fliegen: Man merkt, dass alles etwas träger ist, besonders das Seitenruder würde etwas mehr Wirksamkeit vertragen, aber dennoch macht es einfach nur Spaß.

Schönes Cockpit
Schönes Cockpit

Am Sonntag konnte ich dann den Abend ausnutzen und über 2 Stunden mit 21m fliegen. Bei anfänglich schwierigen Bedingungen am Platz flog ich mit Jet nach Norden um dort unter schönen Wolken hochzusteigen. Es ging bis 2500m und eine leichte Aufreihung führte mich von Gifhorn bis Salzwedel ohne das ich dabei Kreisen musste. Dort hörten die Wolken auf und es ging wieder genau so gut zurück. Noch einmal kurbelte ich bis an die Basis und glitt in die Abschirmung nach Braunschweig zurück. Ich war dabei ohne Wasserballast unterwegs und damit war das Flugzeug schon sehr beeindruckend.

21m
21m
18m
18m

Am Montag flog ich dann nochmal unter labilen Bedingungen mit 18m um den Vergleich zum Ventus nochmal zu bestätigen. Neben dem Thermikfliegen fühlt sich das dynamische Fliegen nochmal deutlich besser an.

Puimoission im Herbst

Von Mitte bis Ende September war ich nochmal mit dem Duo Discus in Südfrankreich. Fast jeden Tag konnten wir fliegen und auch noch größere Strecken bis 600km waren kein Problem. Besonders schön war ein Wellenflug, bei dem man besondere Wolkenformationen bewundern konnte. Nur an einem schwachen Blauthermiktag war das Zurückkommen nicht ganz einfach. An der Assetalkante waren wir unter Flugplatznievau und mussten uns langsam zum Platz kämpfen. Neben den 10 Flugtagen, konnten wir auch noch in der Gauche der Verdon wandern und auch die Serres hochlaufen.

Über den Ecrins
Über den Ecrins

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Letzter Bundesligaflug

Das letzte Wochenende konnte ich endlich wieder fliegen, sodass ich den Sonntag mit meiner Hornet nutze um unseren 2. Platz in der Bundesliga abzusichern.

Anfangs ging es nur schwach und schon kurz nach dem Start fing es an zu regnen. Da ich irgendwie eine Wertung erfliegen wollte, glitt ich tief nach Norden raus. Anfangs ging es noch schwach, doch die 30km/h Südwestwind trieben mich dennoch vorran. Ab Stüde gab es dann eine schöne Wolkenstraße, sodass ich bis nach Gorleben an die Elbe ohne Kreis fliege konnte. Doch ein großer Schauer stand schon westlich von mir und drohte den Rückweg komplett abzuschneiden. Auf dem Regenradar konnte ich beobachten wie der Schauer immer größer wurde und schon bald war ich an dessen Vorderseite angekommen. Doch es waren noch 50km nach Hause. Ich musste kleineren vorgelagerten Regengebieten ausweichen und konnte bei Klötze noch einmal an die Basis steigen. Ich glitt nach Süden. Jedoch waren die nächsten Wolken weit auserhalb meines Gleitbereiches. Meine einzige Chance bestand darin direkt in den Schauer zu fliegen um an der Vorderseite nach oben zu steigen.  Ich kam in etwa 500m an und anfangs musste ich ziemlich kämpfen um überhaupt oben zu bleiben. Langsam gewann ich an Höhe und konnte mich an aufsteigenden Wolkenfetzten nach Süden hangeln. So kam ich dann bis Helmstedt, wo ich noch einmal vor der Schauerlinie an die Basis kam. Doch wieder gab es nur eine Option und die war ein langes Gleitstück gegen den Wind auf den Elm. Dort stand die einzig erreichbare Wolke. Mit bestem Gleiten flog ich dorthin um dann tief über den Elm zu gleiten. Aus 300m fand ich wieder Anschluss und es ging wieder aufwärts. Danach hatte es wieder gut aufgebaut und ich konnte nochmal nach Südwesten fliegen, wo ich dann mit 50km auf Braunschweig wendete. Da jetzt schon die nächste Schauerlinie im Kommen war landete ich dann direkt in Braunschweig.

So viel Regen hatte ich noch nicht in einem Flug und es war an mehreren Stellen sehr spannend. Umso mehr freute ich mich wieder in Braunschweig angekommen zu sein. In der Bundesliga konnten wir uns so den 2. Platz sichern.